Live dabei Ski amadé in Salzburg
Kanten in den Hang und geschwungen

Tipps & Tricks

Für Ihren Bergurlaub in Zauchensee

Wandern am frühen Morgen in den Bergen

Was gibt es Erholsames als einen Urlaub inmitten der wunderschönen österreichischen Bergkulisse? Wir sind der Meinung: Nichts! Damit Sie Ihren wohlverdienten Bergurlaub jedoch in vollen Zügen genießen können, gibt es ein paar Punkte zu beachten. Damit Sie bestens vorbereitet Ihren Ausflug antreten können haben wir hier eine Liste zusammengestellt mit Tipps & Tricks für den perfekten Bergurlaub.

Checkliste für den Urlaub in den Bergen

1. Vor jeder Wandertour

Jeder hat sein eigenes Tempo. Daher gilt es, die Bergerfahrung und körperliche Eignung aller Teilnehmer – auch Kinder – zu prüfen und die Touren der Kondition und Erfahrung aller Teilnehmer anpassen.
Bergwandern verlangt oft Trittsicherheit und Schwindelfreiheit!

Siehe auch Wandertipps für Familien: Mehr Erfahren
 

2. Planung der Tour
Wie heißt es so schön: Planung ist das halbe Leben! So ist es auch beim Wandern und Bergsteigen.
Planen Sie jede Bergtour vorher genau. Landkarten, Führerwerke und neuerdings digitale Routenplaner und Portale, sowie Auskünfte alpiner Vereine und Ortskundige - wie Bergführer und Hüttenwirte - können dabei entscheidend helfen. Nicht nur die zu überwindende Streckenlänge ist bei einer Tour in den Bergen entscheidend, sondern vor allem auch die zu bewältigende Höhendifferenz.

Planen Sie die Tour entsprechend der Jahreszeit und der Tageslänge. Generell gilt: Früher Tourenbeginn, frühe Rückkehr. Geben Sie außerdem den Daheimgebliebenen (oder auch Hotelier oder Hüttenwirt) die geplante Route, Ziel und den Zeitpunkt der ungefähren Rückkehr an.

Rechtzeitig vor der Tour sollten Sie sich unbedingt auch die lokale Wetterprognose einholen. Vor allem im Sommer wird die Gewittergefahr oft unterschätzt. Achten Sie außerdem während der Wanderung auf Wetterzeichen wie Wolken, Wind und Temperatur. Sollten Sie starke Veränderungen wahrnehmen ist es ratsam die Route zu überdenken oder zurückzukehren.

Wer sich vor der Tour auch schon Gedanken über die richtige Verpflegung für unterwegs und Einkehrmöglichkeiten macht, kann getrost losmarschieren. Wichtig: Auf leicht verdauliche, Kraft spendende Kost achten und reichlich Flüssigkeit mitnehmen!
 

3. Ausrüstung und Bekleidung
Achten Sie auf die entsprechende Ausrüstung und Bekleidung. Die Kleidung sollte aus atmungsaktivem Material bestehen, das den Schweiß entweder nach außen leitet oder gut aufsaugt (Gore Tex oder Baumwolle). Vor allem feste hohe Schuhe mit griffiger Sohle sowie Regen- und Kälteschutz sind im alpinen Gelände sehr wichtig, denn das Wetter und die Temperaturen können sich in den Bergen oft schnell und massiv ändern.

Aber auch Sonnenschutz (Sonnencreme, Sonnenbrille,...) und Kopfbedeckung ist am Berg unbedingt notwendig.
Vergessen Sie nicht, elektronische Geräte wie Mobiltelefon, GPS rechtzeitig aufzuladen und gegebenenfalls Ersatzbatterien oder Akkupacks mitzuführen.

In jedem noch so kleinen Rucksack ist Platz für ein "Notfallpackerl" (kleines Verbandszeug). Dies sollte auf jeden Fall immer mit dabei sein!

Weitere nützliche Infos zum Thema Wanderausrüstung finden Sie hier: Mehr erfahren

Alpiner Latschenwald

4. Aufwärmen und Tempo
Gehen Sie wenn möglich nicht alleine in die Berge. Die Leistungsfähigkeit des Schwächsten ist der Maßstab für die gesamte Gruppe. Wählen Sie ein kontinuierliches, lieber langsameres Tempo, welches den schwächsten Mitgliedern der Gruppe angepasst ist. Zu schnelles Gehen führt unweigerlich zu frühzeitiger Erschöpfung. Gehen Sie nicht bis zum Äußersten Ihrer Kräfte, denn man kann nie wissen, was einem noch bevorsteht.

Wer beim Wandern mit Kindern auf deren besondere Bedürfnisse achtet - viele Pausen, Abwechslung - hat ein besonderes zusätzliches Erlebnis.

Weitere nützliche Wandertipps für Familien: Mehr erfahren

5. Markierte Wege nicht verlassen
Bleiben Sie stets auf den markierten Wegen und vermeiden Sie Abkürzungen. Wanderer im Frühsommer sollten Schneefelder möglichst vermeiden, denn es besteht Abrutschgefahr. Sehen Sie sich außerdem beim Begehen von steilen Grashängen, vor allem bei Nässe, vor.

6. Steinschlag
Achten Sie darauf, dass Sie keine Steine abtreten (Verletzungsgefahr für andere Bergwanderer).
Passieren Sie steinschlaggefährdete Stellen einzeln, rasch und ohne anzuhalten.

7. Wetter und Wetterbericht
Im Gebirge kann sich das Wetter oft sehr schnell ändern. Wenn das Wetter umschlägt, ein Gewitter aufzieht oder Nebel einfällt, aber auch wenn der Weg zu schwierig wird oder in schlechtem Zustand ist, gilt es lieber umzukehren. Das ist keine Schande, sondern ein Zeichen der Vernunft! Auch bei heranziehenden Gewittern sollten Sie rechtzeitig umkehren und Schutz suchen, sowie Gipfel und Grade meiden. Außerdem: Bei einem Gewitter nie unter einzelne Bäume stellen!

8. Umwelt
Schützen Sie unsere Tier- und Pflanzenwelt. Bitte nehmen Sie sämtliche Abfälle (Dosen, Flaschen, Papierreste,...) wieder mit ins Tal und entsorgen Sie diese an den dafür vorgesehenen Stellen.

Viele Alpenblumen stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden!

9. Weidevieh und Tiere
Achten Sie darauf, Kühe, Kälber und andere Weidetiere nicht zu reizen, sondern verhalten Sie sich „ganz normal“ und zeigen Sie keine Angst. Verlassen Sie außerdem die Wege auf den Almweiden nicht und umgehen Sie die Tiere mit großem Abstand.

Weitere Tipps zum Umgang mit Weidetieren finden Sie hier: Mehr erfahren

10. Verhalten im Falle eines Unfalles oder einer Notsituation
Es gilt: Situation erkennen, Ruhe bewahren, Erstversorgung übernehmen, beim Verletzten bleiben und gut zureden. Versuchen Sie außerdem den Verletzten zu beruhigen und bitten Sie andere Wanderer, Hilfe zu holen. Etwa bei den geöffneten Hütten oder auch bei unserer geöffneten Bergbahn.

Kühler Gebirgsbach
Familie in der Gamskogelbahn im Sommer
Sesselliftfahrt über der Weide in Zauchensee

Alpine Notruf-Nummern:

140 – die Nummer für alpine Notfälle
Österreichweit wurde für alpine Notfälle die Nummer 140 eingerichtet. Wird der alpine Notruf ausgelöst, schickt die Einsatzzentrale nach Einschätzung der Lage die geeigneten Rettungskräfte der Bergrettung (Flugrettung bzw. Bodenrettungsmannschaft) los.

112 – Euro-Notruf: GSM Notrufservice
Der Euro-Notruf 112 gilt einheitlich europaweit und wird von vielen Geräten als »SOS« - Funktion angeboten. Wird er gewählt, sei es im Inland oder im europäischen Ausland, kommen Sie zur nächsten Sicherheitszentrale, in Österreich zum Polizeinotruf. Für den Euro-Notruf brauchen Sie nicht einmal eine SIM Karte. Eine gültige SIM Karte ist aber vorteilhaft, weil nur dann eine Ortung möglich ist. Der Euro-Notruf 112 wird mit höchster Priorität im Netz behandelt!
Und jetzt wird’s spannend! Es kann schon sein, dass Sie gerade dann, wenn Sie Hilfe holen wollen, keinen Empfang haben. Das kommt in den Bergen vor. Was Sie aber wissen sollten, ist folgendes: Auch wenn Ihr Anbieter da, wo Sie sind, keine Versorgung hat, bietet sich vielleicht ein anderer Netzbetreiber an. Und dessen Netz können Sie für den Notfall auch benutzen! Sie müssen nur das Handy ausschalten und nach dem Wiedereinschalten statt dem PIN-CODE die »112« eingeben. Das Handy sucht sich dann automatisch das stärkste Betreibernetz und setzt den Notruf ab. Wichtig: Ihre Rufnummer kann bei Euro-Notrufen nicht immer übermittelt werden. Legen Sie also erst auf, wenn Sie von den Einsatzkräften dazu aufgefordert werden.

Haben Sie unsere Tipps für den Bergurlaub sorgfältig gelesen? Perfekt! Dann steht Ihrem Urlaub nichts mehr im Wege!

Wanderausrüstung
Wanderausrüstung
Familie und Weidevieh in Zauchensee
Umgang mit Weidevieh
Atemberaubendes Bergpanorama
Tipps für Familien