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Skiparadies Zauchensee
27.Aug.2020

So benutzt ihr Wanderstöcke richtig

Wandern mit Wanderstöcken | © Shutterstock

Der knorrige Holzstock mit selbstgemachten Schnitzereien war früher fixer Bestandteil der Ausrüstung eines echten Bergfexes. Ihn haben inzwischen ultraleichte, moderne Trekkingstöcke abgelöst. Fürs Wandern am besten geeignet sind Teleskopstöcke, die ihr beim Bergaufgehen kürzer und beim Bergabgehen länger einstellen könnt.

Worauf solltet ihr beim Verwenden von Wanderstöcken achten?

Wenn ihr Trekkingstöcke einsetzt, achtet darauf, dass sie höhenverstellbar sind. Setzt ihr die Stöcke auf ebenem Grund auf, sollte der Winkel zwischen Ober- und Unterarm rund 90 Grad betragen. Euer Unterarm ist quasi parallel zum Boden. Bergauf stellt ihr Stöcke kürzer ein, bergab länger. Als Faustregel gilt: Ihr setzt die Stöcke dann richtig ein, wenn ihr sie in jedem Gelände so aufsetzen könnt, dass euer Ellbogengelenk einen rechten Winkel bildet.

Tipp: Wie ihr eure Wanderstöcke richtig einstellen könnt, erfahrt ihr in diesem Video.

Was spricht für Wanderstöcke, was dagegen?

Richtig eingesetzt bieten euch Wanderstöcke einige Vorteile:

  • Beim Aufwärtsgehen setzt ihr die Stöcke weiter oben am Hang auf (daher sollten sie etwas kürzer eingestellt werden) und drückt euch mithilfe der Kraft aus Armen und Oberkörper nach oben. Das entlastet eure Beinmuskulatur, die allein aufgrund ihrer Größe bei der Beanspruchung viel Energie verbraucht.
     
  • Bergab stellt ihr die Wanderstöcke etwas länger ein, weil ihr sie weiter unten am Hang aufsetzt. Beim Hinuntergehen helfen euch die Stöcke dabei, den Schwung abzufangen – was wiederum eure Knie entlastet.
     
  • Beim Stockeinsatz werden also Oberkörper und Arme beansprucht, wodurch ihre diese Bereiche eures Körpers beim Wandern gleich ein wenig mittrainieren könnt.
     
  • Wer mit Stöcken wandert, entlastet die Muskeln, Bänder und Gelenke in den Beinen. Das kann gerade dann von Vorteil sein, wenn man sich von einer Verletzung erholt, nach einer sportlich inaktiveren Phase (wieder) mit dem Wandern beginnt oder übergewichtig ist.
     
  • Wer noch nicht viel Bergerfahrung hat, gewinnt durch den Einsatz von Wanderstöcken mehr Stabilität und Sicherheit beim Gehen – vor allem auf unebenen Wegen.
     
  • Wenn ihr zum Beispiel mit schwerem Gepäck (Hüttenrucksack, Kinderkraxe etc.) unterwegs seid, können die Stöcke etwas Belastung von euren Schultern und der Wirbelsäule nehmen.

Wanderstöcke können also sehr praktisch sein, aber sie können auch ein paar Nachteile bringen:

  • Wer ausschließlich mit Stöcken wandert, lernt nicht, das eigene Gleichgewicht und die Trittsicherheit zu schulen. Auf Dauer kann das Gleichgewichtsgefühl dadurch sogar schlechter werden.
     
  • Werden die Stöcke zu kurz oder zu lang eingestellt, werden die Arme überdehnt, was zu Schmerzen führen kann.
     
  • Der Stockeinsatz selbst sollte zum richtigen Zeitpunkt erfolgen: Setzt ihr die Wanderstöcke zu spät auf, werden eure Schultern unnötig belastet.
     
  • Wenn Muskeln und Bänder durch den Einsatz von Stöcken geschont werden, passen sie sich relativ schnell an die geringere Belastung an – und bauen ab. In weiterer Folge wird das Gelenk instabiler, was zum Nachteil werden kann, sobald ihr die Stöcke nicht verwendet: Das weniger trainierte Gelenk ist dann einer plötzlichen Mehrbelastung ausgesetzt, die schnell zu einer Überlastung – und damit Schmerzen oder Verletzungen – führen kann. Zudem steigt die Gefahr, dass ihr umknickt oder ausrutscht.
     
  • Je steiler und felsiger das Gelände wird, desto weniger könnt ihr die Stöcke einsetzen. Im schlimmsten Fall sind sie sogar hinderlich. Darum ist es wichtig, dass ihr sie zusammenklappen oder ineinanderschieben könnt, damit ihr sie in oder an eurem Rucksack verstauen könnt. Vorsicht auf nassem, glattem oder bröckeligem Gestein: Hier können Wanderstöcke abrutschen und ihr verliert den Halt.

Unser Fazit: Am sinnvollsten sind Wanderstöcke also, wenn sie ganz gezielt und nicht dauerhaft eingesetzt werden. Vor allem gesunde und fitte Bergsteiger können weitgehend ohne sie auskommen. Eine Unterstützung sind Stöcke besonders für ältere und übergewichtige Bergfreunde oder für jene, die bewusst eine kurze Zeit die Gelenke schonen möchten. Auch wenn Wetter oder Sichtverhältnisse schlecht sind, können Wanderstöcke mehr Sicherheit geben.

Pimp your Wanderstock!

Mit den Zauchensee-Stockwappen haben wir einen echten Kult wiederaufleben lassen: Schon früher wurden Wanderstöcke aus Holz gerne mit den bunten Metallwappen verziert, die zugleich eine schöne Erinnerung an eine besondere Wanderung darstellten. Heute erleben die nostalgischen Bildchen eine Renaissance bei Skifahrern, Freeridern und Wanderern, die damit ihre Ski- und Wanderstöcke individualisieren. Die Stockwappen können mittels Aufkleber auch auf Stöcke aus Metall oder Carbon angebracht werden. Die Stockwappen sind an der Hauptkassa in der Weltcuparena Zauchensee, auf der Gamskogelhütte und in unserem Webshop erhältlich.

Bis bald im Wanderparadies Zauchensee!

Stockwappen Zauchensee | © Liftgesellschaft Zauchensee
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