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Skiparadies Zauchensee
10.Sep.2020

Wandern mit Hund in Zauchensee

Wandern mit Hund in Zauchensee | © Shutterstock

Habt ihr euren Hund schon einmal zum Wandern mitgenommen? Das ist ein tolles Erlebnis für Zwei- und Vierbeiner und macht Riesenspaß, wenn ihr ein paar Dinge bei der Vorbereitung berücksichtigt.

Fitness des Hundes

Beachtet die Bedürfnisse eures Begleiters, auch wenn er nicht zwei, sondern vier Beine hat. Geht immer auf die körperliche und konditionelle Verfassung eures Hundes ein - vor allem, wenn er es nicht gewohnt ist, lange Strecken zu laufen, wenn er übergewichtig ist, älter oder noch ganz jung. Welpen und Junghunde sollten nicht auf eure Bergtour mitkommen. Sie haben noch ganz weiche Knochen und Gelenke, die bei längeren Wanderungen bzw. durch längeres Laufen in steilem Gelände Schaden nehmen können. Außerdem schaffen sie konditionell noch keine langen körperlichen Anstrengungen. Ältere, übergewichtige oder rassetypisch schwere Hunde wie Molosser sowie ganz kleine Hunde wie Chihuahuas solltet ihr je nach deren Fitness nur auf kurze und ganz einfache Touren mitnehmen.

Die richtige Tourenplanung

Neben ausreichend Kondition von Zwei- und Vierbeinern kommt es auf gute Planung an, um eine entspannte Tour ohne unliebsame Überraschungen zu erleben. Die schönste Wanderung kann ein jähes Ende finden, wenn ihr mit eurem Hund Klettersteige, Leitern oder wackelige Hängebrücken überwinden müsst. Auch Richtung Gipfelkreuz solltet ihr sicherstellen, dass die Route hundetauglich ist und keine allzu anspruchsvollen Kletterpartien beinhaltet. Die Länge und Schwierigkeit der Tour solltet ihr unbedingt der Leistungsfähigkeit eures Hundes anpassen. Achtet vor allem im Sommer bzw. bei großer Hitze darauf, dass unterwegs viele schattige Passagen oder Bäche zur Abkühlung vorkommen – oder ihr legt öfter eine Pause ein, damit euer vierbeiniger Liebling keine Kreislaufprobleme bekommt. Online-Portale wie bergfex.at oder outdooractive.com bieten hier gute Tourenbeschreibungen.

Tipp: Auf euren Familienausflug zum Seekarsee könnt ihr euren Hund auf jeden Fall mitnehmen. Die Wanderung ist für die ganze Familie inklusive Hund geeignet und bietet Überraschungen wie einen „kuhlen“ Geschicklichkeitsparcours, den Bummelzug Zauchi und gemütliche Hängematten, Bänke und Liegen zum Krafttanken am Bergsee. Auch in der Gamskogelbahn darf euer Vierbeiner mitfahren. Die Sesselbahn ist noch bis 20. September täglich (außer bei Regen) von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr in Betrieb. Hier findet ihr alle aktuellen Infos zur Gamskogelbahn.

Kraxeln oder Tragen nur in Ausnahmefällen

Je nach Erfahrung, Fitness und Körperbau kann ein Hund auch eine leichte Kraxelei schaffen – oder ihr seid kräftig genug, um ihn für kurze Passagen zu tragen oder über gewisse Hindernisse hinwegzuheben. Es gibt dafür eigene Brustgeschirre mit Tragegriffen, für kleinere Hunde sind im Handel sogar eigene Tragerucksäcke erhältlich. In jedem Fall muss es der Hund gewohnt sein, getragen zu werden, damit er nicht zappelt und euch zu Sturz bringt. Darüber hinaus sollte das so kurz wie möglich sein, da es auch für den Träger eine erhebliche Ablenkung und Belastung darstellt.

Tipp: Hier findet ihr die aktuelle Wanderkarte von Zauchensee. Abhängig von eurer Fitness und der eures Vierbeiners sind prinzipiell alle darin eingezeichneten Touren in Bezug auf Dauer und Streckenprofil für Hunde geeignet.

Ausrüstungscheck: Das braucht ihr für euren Hund beim Wandern

  • Euer Vierbeiner braucht während der Wanderung genug Trinkmöglichkeiten. Achtet bei der Tourenplanung darauf, ob es unterwegs frei zugängliche Brunnen, Seen oder Bäche gibt – oder Berghütten, auf denen Hunde willkommen sind. Nehmt auf jeden Fall einen Trinknapf mit (es gibt zusammenfaltbare Modelle, die in eurem Rucksack nicht viel Platz brauchen) und eine Extraflasche Wasser für euren Hund.
     
  • Beim Wandern solltet ihr die Leinenpflicht im Wald und auf den Almen beachten. Damit verhindert ihr, dass euer Hund jeder Fährte nachjagt, andere Wanderer überrascht oder Wildtiere aufstöbert. Außerdem könnt ihr ihn so vor einem Absturz sichern. Am besten eignet sich ein gutsitzendes Brustgeschirr mit einer etwas längeren Leine oder einer Joggingleine, die ihr um eure Hüfte schnallen könnt. So hat euer Hund ausreichend Bewegungsfreiheit, um sich bei steileren oder schwierigeren Passagen selbst den besten Weg zu suchen.
     
  • Führt eure Route längere Zeit über scharfkantiges Geröll oder sehr steiniges Gelände, könnt ihr eurem Hund zum Schutz Pfotenschuhe überziehen. Das Tragen solcher Schuhe sollte er in dem Fall schon gewohnt sein (also vor der Wanderung zuhause trainieren).
     
  • Ein „Sackerl fürs Gackerl“ solltet ihr auch beim Wandern dabeihaben. Packt die Hinterlassenschaft eures Hundes bitte auch beim Wandern in einen Hundekotbeutel und entsorgt diesen im nächsten Mülleimer.
     
  • Denkt daran, euer Erste-Hilfe-Set zu erweitern, damit ihr im Notfall auch eurem Hund helfen könnt. Im Prinzip könnt ihr euer Verbandsmaterial 1:1 für euren Hund verwenden, eventuell ergänzt ihr es um selbsthaftende Bandagen, um einen Pfotenverband zu fixieren. Außerdem könnt ihr eine Zeckenzange dazu packen sowie einen Maulkorb oder eine Maulschlinge – auch die bravsten Hunde können aus Angst schnappen, wenn sie verletzt sind und ihr sie versorgen möchtet.
     
  • Leicht verdauliche Hundesnacks als Belohnung für zwischendurch und als Stärkung bei längeren Wanderungen sollten in eurem Wanderrucksack ebenfalls nicht fehlen. Jeder Hundebesitzer weiß hier am besten, was seinem Vierbeiner schmeckt und guttut.

Vorsicht beim Queren von Viehweiden

Um Mutterkuhherden solltet ihr immer einen großen Bogen machen. Auch wenn die Kälber süß, neugierig und verspielt sind: Ihre Mütter verstehen keinen Spaß und sehen Wanderer an sich als potentielle Gefahr für ihren Nachwuchs. Besonders, wenn ein Hund dabei ist. Achtet darauf, euren Hund an der Leine zu führen, idealerweise in der Mitte eurer Gruppe oder von euch verdeckt, und einen möglichst großen Abstand zu den Kühen einzuhalten. Schaut sie nicht an und quert die Weide zügig. 

Almen sind die Wohnzimmer unserer Kühe: Ihr solltet generell den Lebensraum von Weidevieh respektieren. Wenn es trotz aller Vorsicht doch einmal zu einer Situation kommt, in der euch die Kühe zu nahe kommen, dann versucht ruhig zu bleiben. Achtet darauf, dass euer Hund die Kühe nicht anbellt oder anspringt. Lasst in so einem Fall die Leine sofort los und entfernt euch von den Tieren. Euer Vierbeiner ist wendig und schnell genug, um sich selbst in Sicherheit zu bringen. Ihr selbst setzt am besten auf einen geordneten Rückzug: Wendet den Kühen nicht den Rücken zu und lauft nicht panisch weg.

Damit wünschen wir euch und euren vierbeinigen Gefährten einen wunderschönen Wanderherbst in Zauchensee!

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