Live dabei Ski amadé in Salzburg
Mit der Morgensonne im Rücken unterwegs in Zauchensee
13.Jun.2019

Miteinander sicher auf unseren Almen

Almen sind die Sommerresidenz unserer Kühe, aber auch Erholungs- und Erlebnisraum für Wanderer und Naturliebhaber. Wusstet ihr, dass bereits seit dem 5. Jahrtausend vor Christus Weideflächen oberhalb der Waldgrenze genutzt wurden? Dennoch: Heute ist es gar nicht so selten, dass jemand noch nie oder nicht so häufig Kontakt mit freilaufenden Weidetieren hatte. Es ist verständlich, dass man dann oft ein wenig unsicher ist, wie man mit den Tieren umgehen soll. Wir schaffen Abhilfe!

Zum Einstieg ein paar interessante Zahlen: In Österreich gibt es rund 8.400 Almen, auf denen in den Sommermonaten 51.000 Milchkühe, 265.000 Rinder, 9.000 Pferde, 114.000 Schafe und 10.000 Ziegen weiden. Neben der landwirtschaftlichen Nutzung sind vor allem die Erhaltung der Vielfalt, Funktionalität und Schönheit der Bergregionen wesentliche Aufgaben der heimischen Almwirtschaft.

So geht ihr richtig mit Kühen und Co. um

Weidetiere sind in der Regel friedlich und gerade Kühe sind sanfte Riesen. Doch auch sie können sich mitunter bedroht und gereizt fühlen, besonders, wenn sie Kälber dabeihaben. Wenn wir Menschen dann nicht richtig reagieren, kann es in Ausnahmefällen zu unliebsamen und gefährlichen Begegnungen kommen. Um dem vorzubeugen, hat die österreichische Bundesregierung (ähnlich den FIS-Regeln für Wintersportler) Verhaltensregeln für Wanderer auf Almen herausgebracht. Diese Richtlinien sollen ein sicheres Neben- und Miteinander von Gästen und Almwirtschaft gewährleisten, die Eigenverantwortung stärken und im Zweifel Rechtssicherheit für alle Beteiligten bringen.

Hier der „Knigge“ im Umgang mit Weidtieren:

  1. Kontakt zum Weidevieh vermeiden, Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten!
  2. Ruhig verhalten, Weidevieh nicht erschrecken!
  3. Mutterkühe beschützen ihre Kälber, Annäherung von Mutterkühen vor allem mit Hunden vermeiden!
  4. Hunde immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: Sofort ableinen! Der Hund kann sich selbst helfen!
  5. Wanderwege auf Almen und Weiden nicht verlassen!
  6. Wenn Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen!
  7. Bei Herannahen von Weidevieh: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen!
  8. Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen!
  9. Zäune sind zu beachten! Falls es ein Tor gibt, dieses nutzen, danach wieder gut schließen und Weide zügig queren!
  10. Begegnen Sie den hier arbeitenden Menschen, der Natur und den Tieren mit Respekt!

Es braucht nicht mehr als zehn einfache Regeln und etwas Respekt vor den Tieren, damit wir alle weiterhin unsere herrlichen Almen und die frischen, handgemachten Schmankerln auf den Hütten genießen können. Wir freuen uns auf den Almsommer mit euch!

Tipps

  • In diesem Video erfahrt ihr, warum richtiges Verhalten auf der Alm wichtig ist Sicher auf Almen
  • Auf der Seekarmeile in Zauchensee bieten verschiedenste Erlebnis- und Lernstationen für die ganze Familie spannendes Wissen rund um Kühe und Milchwirtschaft!
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