Live dabei Ski amadé in Salzburg
Mit der Morgensonne im Rücken unterwegs in Zauchensee
25.Jul.2019

Kraft der Kräuter

Almblumen in Zauchensee

Zauchensee ist bekannt für seine große Kräuter- und Pflanzenvielfalt. Ob für kulinarischen Genuss, für die Hausmedizin oder zur Belebung der Sinne: In den Radstädter Tauern ist für jeden Zweck ein Kraut gewachsen.


Wenn ihr an blühende Almwiesen denkt, fallen euch bestimmt das unter Naturschutz stehende Edelweiß, der Enzian oder die Zirbe ein. Die alpenländische Pflanzenwelt umfasst jedoch knapp 4.000 Arten, deren Nutzung zum A und O der heimischen Kultur gehört. Denn in den Blumen, Kräutern, Gräsern und Sträuchern steckt viel mehr, als man oftmals glauben mag!

Wildkräuterküche

Vitamine stecken nicht nur in Obst und Gemüse, sondern wachsen direkt am Wegesrand. Regionale Wildkräuter wie beispielsweise der sonnengelbe Huflattich, der weiß blühende Spitzwegerich, der großwüchsige Schwalbenwurz-Enzian oder auch der allseits bekannte Löwenzahn strotzen nur so vor Vitaminen und können zu Tee und Schnaps, zu knackigen Salaten, Eintöpfen, Suppen und noch vielen anderen Köstlichkeiten verarbeitet werden. Beim Sammeln sei allerdings Vorsicht geboten, da natürlich auch giftige oder geschützte Pflanzen in unserem Kräuterparadies wachsen und gedeihen. Bitte informiert euch daher gut über die Pflanzen und pflückt nur jene Kräuter, die ihr kennt. Wer Respekt für die Natur zeigt, hat über Jahre hinweg Freude mit ihr. Daher lieber einmal öfter unser Appell: Geht bitte sorgsam mit den Schätzen von Mutter Natur um, damit uns unsere einzigartige Flora noch lange erhalten bleibt.

Natürliche Hausapotheke

Nicht nur kulinarisch können die Almkräuter Wunder wirken: Die Kraft regionaler Heilkräuter stellt bei leichten Beschwerden oftmals die herkömmliche Hausapotheke in den Schatten und beugt Krankheiten vor. Neben den zahlreichen Vitaminen wirken beispielsweise Cumarin, Gerbstoffe, Flavonoide und in den Pflanzen enthaltene ätherische Öle entzündungshemmend, blutdrucksenkend und seelenberuhigend. Früher wurden alpinen Pflanzen aufgrund ihrer Heilwirkung sogar Zauberkräfte nachgesagt. Auch wenn der Aberglaube mittlerweile gänzlich abgeklungen ist und die Heilkraft irdisch erklärbar ist, ist ein gewisser Zauber immer noch spürbar.

Wellnesskur für Zuhause

Ein einfaches, günstiges und garantiert wirksames Mittel, um Körper, Geist und Seele zu entspannen und neu zu aktivieren ist ein Heublumenbad. Dafür sammelt ihr einfach querbeet die Pflanzen einer Almwiese und lasst sie trocknen. Die getrockneten Heublumen gebt ihr einen Baumwollsack (ihr könnt diesen auch neben euer Kopfkissen legen, um beim Einschlafen die Almwiesen zu riechen). Für ein Heublumenbad übergießt ihr den Bauwollsack mit heißem Wasser, damit sich die wertvollen Inhaltsstoffe lösen (ca. 500 Gramm Heublumen mit 1 Liter Wasser). Das lasst ihr eine Stunde ziehen und gebt den Sud danach in euer Badewasser. Dann rein mit euch, tief einatmen und genießen!

Farbenrausch auf den Almen

Wenn ihr in der nächsten Zeit auf unseren Bergen unterwegs seid, kommt ihr in den Genuss eines wunderbaren Farbenspiels: Der Almrausch steht in voller Blüte und überzieht die Almwiesen mit einem purpurnen Schleier. Die auch Alpenrose genannte Rhododendronart ist eine der typischen Pflanzen der österreichischen Alpen und eine der schönsten Gebirgsblumen. Der Almrausch ist ein immergrüner Strauch und wächst auf Almwiesen, die zwischen 1.500 und 2.800 Höhenmetern liegen. In Zauchensee findet ihr vor allem am Gamskogel beide Arten des Almrauschs: die Wimper-Alpenrose und die rostbraune Alpenrose. Wie alle Rhododendronarten ist der Almrausch giftig, also nur zum Bewundern, aber nicht zum Verzehr geeignet.

Alpenblumen in Zauchensee
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