Live dabei Ski amadé in Salzburg
Blick auf den See im Sommer in Zauchensee
23.Jan.2020

Faszination Freeriden

Glitzernde, unberührte Tiefschneehänge soweit das Auge reicht, das Gefühl grenzenloser Freiheit und der pure Adrenalinkick: Immer mehr Wintersportfans lockt es für das einzigartige Freeride-Feeling weg von den Pisten ins freie Ski-Gelände.

Damit euer nächstes Powder-Erlebnis nicht nur Spaß macht, sondern auch sicher ist, gibt’s von uns die wichtigsten Must Haves für den Trendsport im Überblick. Und wir verraten euch natürlich die coolsten Freeride-Spots in Zauchensee.

Das richtige Equipment

Beim Freeriden bewegt ihr euch abseits der präparierten Pisten. Das bedeutet, euch erwarten unberührter Schnee, steile Hänge und natürliche Hindernisse. Umso wichtiger ist es, dass eure Ski-Ausrüstung den Anforderungen des Backcountrys entspricht. Neben speziellen Freeride-Skiern, festsitzenden Bindungen, Schuhen und Stöcken solltet ihr auch auf einen qualitativ hochwertigen Helm sowie eine gutsitzende Skibrille achten. Wer in den Tiefschnee taucht, braucht außerdem isolierende sowie wasserabweisende Kleidung. Achtet dabei auf genügend Bewegungsfreiheit. Um auch bei spektakulären Sprüngen geschützt zu sein, empfehlen die Experten zudem das Tragen eines Rückenprotektors. Dieser schützt vor jeglicher Krafteinwirkung auf deine Wirbelsäule und vor unangenehmen Rückenverletzungen.

Achtung vor Lawinen

Lawinen stellen im freien alpinen Gelände das größte Risiko dar. Innerhalb von Sekunden kann sich ein Schneebrett lösen und Wintersportler verschütten. Sich ohne komplette Sicherheitsausrüstung ins offene Gelände zu wagen, ist ein absolutes No-Go. Folgende Utensilien muss ein optimaler Freeride-Rucksack enthalten:

  • LVS Gerät: Das Lawinen-Verschüttungs-Suchgerät, kurz LVS, solltet ihr immer nah am Körper tragen. Solltet ihr von einer Lawine verschüttet werden, wird ein Funksignal gesendet und unterstützt die Suchmannschaft, euch zu finden.
  • Sonde und Schaufel: Eine Lawinensonde wird benötigt, um die genaue Lage eines Verschütteten zu ermitteln. Ohne Schaufel ist es schier unmöglich jemanden aus einer Lawine auszugraben. Achtet darauf, dass sie stabil und aus Metall ist.
  • Lawinen-Airbag: Lawinen-Airbags sind Rucksäcke, bei denen per Handzug Ballons in Signalfarbe geöffnet werden. Binnen Sekunden füllen sie sich mit Luft füllen und bewirken, dass ihr an der Oberfläche der Lawine bleibt.
  • Erste Hilfe Paket: Um im Notfall helfen zu können, solltet ihr in eurem Rucksack unbedingt ein Erste Hilfe Paket mit den wichtigsten Materialien mitführen.

Tipp: Prüft vor jeder Tour euer Sicherheitsmaterial auf Vollständigkeit sowie Funktionalität. Und vergewissert euch, dass ihr auch tatsächlich wisst, wie ihr im Notfall damit umgehen müsst.

Safety first

Wer ein begeistertet Freerider ist und sich viel im Backcountry bewegt, sollte sich der Gefahren bewusst sein und über das nötige Hintergrundwissen verfügen. Dazu gehört, einige Tage vorher und vor allem am Tag der Tour die Wetter-, Schnee- sowie Lawinensituation zu studieren. Dabei solltet ihr nicht nur auf Schneefall achten, sondern auch den Wind im Blick haben. Mittels aktueller Lawinenberichte könnt ihr euch einen Überblick über die Lawinenwarnstufen eines Gebiets machen.

Wie überall gilt auch hier: Beachtet bitte immer die Sicherheitshinweise im Gelände. Sollten Warnungen oder Sicherheitsvorkehrungen angeschrieben sein, müsst ihr euch ohne Ausnahme daranhalten. Tabu sind auch ausgewiesene Wildschutzzonen. Eine weitere Grundregel beim Freeriden ist: Geht nie alleine ins Gelände. Werdet ihr verschüttet, seid ihr auf die Hilfe eurer Begleiter angewiesen.

Kenne deine Grenzen!

Das wichtigste vorab: Seid euch beim Freeriden bewusst über euer Können und überschätzt euch nicht. Das Powdern in der unberührten Schneelandschaft sieht auf den ersten Blick oft leichter aus, als es ist. Das Tiefschneefahren ist anstrengend und verlangt Kraft und Kondition. Gerade Anfängern empfehlen wir, die anfänglichen Touren mit einem erfahrenen Guide zu machen. Eure ersten Freeride-Schwünge könnt ihr perfekt auf markierten Skirouten probieren: Diese Hänge sind nicht präpariert, aber dennoch gesichert. Ob Anfänger oder Profi: Kennt eure Grenzen. Seid ihr von einem Hang nicht zu 100% überzeugt, sucht eine Alternative.

Freeride-Spots in Zauchensee

Vom Anfänger bis zur Powder-Elite: Mit einigenBuckelpisten, vier ausgewiesenen Skirouten, zahlreichen Tree Runs und unberührten Tiefschneehängen gilt Zauchensee als wahres Freeride-Mekka. Besonders die „East“ am Gamskogel sowie die Schwarzwand garantieren euch bei Neuschnee Adrenalinkicks.

Tipp: Live-Bilder aus Zauchensee bekommt ihr stets aktuell über unsere Webcams.

Bis bald im Powder-Paradies Zauchensee!

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