Live dabei Ski amadé in Salzburg
Zauchensee in Schnee gehüllt
20.Aug.2020

So gelingen euch die schönsten Bergfotos!

Ob mit dem Smartphone oder der Spiegelreflexkamera – wenn ihr wirkungsstarke Fotos von eurer Bergwanderung machen wollt, gibt es ein paar Tricks, die immer funktionieren:

1. Drittelregel beachten.

Eine der ältesten Gestaltungsregeln der Fotografie ist die Drittelregel. Dabei wird das Bild durch je zwei horizontale und vertikale Linien in neun gleich große Abschnitte unterteilt. Der Horizont oder markante Landschaftsbereiche liegen meist an einer der waagrechten Linien, die Motive im Bereich der Linienschnittpunkte. Warum macht man das? Der Fokus der meisten Kameras liegt in der Suchermitte, wodurch das Motiv intuitiv auch in der Bildmitte platziert wird. Das wirkt auf einem Foto aber oft recht statisch, wenig harmonisch und langweilig. Mithilfe der Drittelregel könnt ihr genau das vermeiden, wie ihr am Foto unserer Wander-Familie oberhalb des Seekarsees erkennen könnt.

2. Linienführung nutzen.

Ob durch die Perspektive oder zufällige Gegebenheiten wie Landschaftsformen oder Bauwerke: Diagonale Linien führen einen Betrachter in das Bild hinein. Damit könnt ihr den Blick des Betrachters bewusst leiten. Gerade am Berg bieten sich oft Zäune, Wanderwege oder Seilbahntrassen als führende Linien an. Besonders interessant wirkt es, wenn die Linien in einer der unteren Bildecken beginnen und diagonal nach oben führen. Das zeigen wir anhand eines Fotos von unserem Bummelzug Zauchi.

3. Vorder-, Mittel- und Hintergrund beachten.

Bei Landschaftsfotos und Bergbildern könnt ihr naturgemäß meist über größere Distanzen fotografieren. Das gibt euch die Möglichkeit, euer Bild vielschichtig zu machen. Ihr könnt die räumliche Wirkung eures zweidimensionalen Fotos verstärken, indem ihr darauf achtet, einen Vorder-, Mittel- und Hintergrund abzulichten. Auf unserem Foto befindet sich die Gamskogelbahn im Vordergrund (rot umrandet), die Bäume neben der Weltcupstrecke Gamskogel in der mittleren Ebene (gelber Rahmen) und die Gebirgszüge des Tennengebirges im Hintergrund (blauer Rahmen). Durch die Vielschichtigkeit wirken eure Fotos interessanter und heben sich von anderen Bildern ab.

4. Natürliche Lichtverhältnisse berücksichtigen.

Einer der bekanntesten Tipps rund um den Faktor Licht beim Fotografieren ist: Meidet die Mittagszeit. Vor allem im Sommer. Wenn die Sonne im Zenit steht, treffen ihre Strahlen sehr gerade auf die Erde – das Licht ist grell, die Luft flirrt, Farben wirken blasser. Nutzt lieber die früheren Morgenstunden oder die spätere Nachmittagszeit, wenn die Sonne noch am Aufgehen oder kurz vorm Untergehen ist. Ihr Licht wird durch den steileren Einfallswinkel anders gebrochen und ist viel wärmer und weicher, wodurch auch Farben satter wirken. Besonders beliebt bei Fotografen ist die sogenannte „goldene Stunde“, die Stunde nach dem Sonnenaufgang und vor dem Sonnenuntergang. In dieser Zeit steht die Sonne sehr tief und zaubert satte Rot- und Orangetöne, was euren Bergfotos einen besonderen Charme verleiht.

5. Bilder nachbearbeiten.

Jedes Smartphone bietet verschiedene Funktionen und Apps, mit denen ihr eure Fotos nachbearbeiten könnt. Sie es, die Sättigung zu adaptieren, die Belichtung zu erhöhen oder einen Filter über das Foto zu legen. Je mehr ihr euch mit den vorhandenen Möglichkeiten spielt, desto erfahrener werdet ihr im Bearbeiten eurer Fotos. Wer mit einer digitalen Spiegelreflexkamera fotografiert, kann am Computer mittels Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop oder Lightroom ebenfalls die Wirkung seiner Fotos verbessern.

Tipp: Am leichtesten könnt ihr die Aussagekraft eines Fotos ändern, indem ihr einfach den Farbmodus auf Schwarz/Weiß wechselt wie ihr an unserem Beispiel vom Zauchensee seht.

Auch wenn ihr in das schönste Panoramafoto oder das perfekte Selfie vertieft seid: Stellt euch nicht zu knapp an einen Felsrand, damit ihr nicht aus Versehen abrutschen könnt. Sorgt für einen sicheren Stand, damit ihr nicht abstürzt oder stolpert. Achtet bitte jederzeit auf eure eigene und auf die Sicherheit anderer. Kein Foto der Welt ist es wert, eure Gesundheit zu riskieren.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Fotografieren auf eurer nächsten Bergtour in Zauchensee!

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