Live dabei Ski amadé in Salzburg
Blick auf den See im Sommer in Zauchensee
16.Jan.2020

Das war der Jubiläums-Weltcup in Zauchensee

Lange haben wir darauf hingearbeitet, Monate lang Strecke, Programm und vieles mehr vorbereitet und schließlich mit den Athletinnen und Fans mitgefiebert: Letztes Wochenende ging der Jubiläumsweltcup in Zauchensee über die Bühne. So spannend und aufregend die Rennen und der Trubel waren, so schnell ist es damit wieder vorbei und der Weltcupzirkus zieht weiter.

Rückblickend gibt’s von uns die Highlights des grandiosen Ski-Fests und bereits einen Ausblick auf die nächsten Weltcuprennen im Jahr 2022.

Turbulentes Weltcup-Wochenende

Der sonst so strahlend blaue Himmel über Zauchensee war am Samstag leider etwas getrübt: Dichter Nebel hing stellenweise über der Abfahrtsstrecke und verhinderte so den Start vom spektakulären Gamskogel aus. Das hielt jedoch prominente Ski-Legenden wie Annemarie Moser-Pröll, ehemalige Zauchensee-Siegerinnen wie Petra Kronberger, Michaela Dorfmeister und Elisabeth Görgl sowie tausende Zuschauer nicht davon ab, den Stars von heute vor Ort die Daumen zu drücken. Wiederkehrendes Kaiserwetter und weitere spannende Momente wurden den Ski-Fans in der alpinen Kombination am Sonntag geboten. Glück im Unglück hatten dabei die beiden Top-Favoritinnen: Bereits im technisch extrem schwierigen Super-G endeten die Träume von Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin mit zwei spektakulären Stürzen – beide Läuferinnen kamen jedoch ohne gesundheitliche Folgen davon.

Würdige Gewinnerinnen – kein Glück für Österreich

Das Weltcup-Wochenende brachte mit der Schweizerin Corinne Suter (Abfahrt) und der Italienerin Federica Brignone (alpine Kombination) zwei strahlende Siegerinnen hervor. Die Strecke in Zauchensee dürfte den Athletinnen aus Italien und der Schweiz besonders gelegen sein: In der Abfahrt sind die Plätze eins bis fünf allein in Schweizer und italienischer Hand. Unsere südlichen Nachbarinnen dominierten auch die alpine Kombination: Drei Italienerinnen (inklusive der Siegerin) finden sich unter den Top 5. Weniger Glück hatten unsere rot-weiß-roten Läuferinnen: In der Abfahrt am Samstag erreichte Stephanie Venier als beste Österreicherin Platz 9, in der alpinen Kombination am Sonntag verpasste die steirische ÖSV-Athletin Ramona Siebenhofer mit Rang vier nur ganz knapp einen Stockerlplatz. Alle Ergebnisse findet ihr hier im Überblick.

Grandioses Ski-Fest dank perfekter Crew

Nicht nur das Publikum, auch die heimischen Ski-Präsidenten von Peter Schröcksnadel bis Bartl Gensbichler genossen das 40-jährige Jubiläum in Zauchensee und verliehen unserer Weltcup-Chefin Veronika Scheffer neuerlich den „Oscar für die perfekte Organisation“. Ein besonderer Dank geht an die zahlreichen Mitarbeiter: Ohne euch und euren außergewöhnlichen Einsatz wäre es nicht möglich gewesen, eine derartige Großveranstaltung so erfolgreich zu hosten. Unsere circa 50 Mann starke Pisten-Stammcrew war seit 28. Dezember mit den Vorbereitungen am Berg beschäftigt. Am Wochenende selbst waren zusätzlich rund 180 Mann pro Tag in unermüdlichen Einsatz.

Ausblick 2022

Michael Walchhofer, unser neuer Präsident des Organisationskomitees des Audi FIS Ski World Cups in Zauchensee, freute sich über sein gelungenes Debüt. Auch der ehemalige Abfahrtsweltmeister dankt seinem gesamten Organisationsteam und den vielen Helfern, ohne die der Kraftakt Weltcup nicht zu bewältigen wäre. Walchhofer hat außerdem eine revolutionäre Idee für den Damen-Rennsport: Ihm schwebt eine Sonderwertung innerhalb des Weltcups vor, ähnlich jener bei der Vierschanzentournee im Skispringen. Zauchensee wäre dabei gerne Teil einer Tour, die sich vom normalen Weltcup abhebt. Bei den Männern gibt es mehrere Klassiker wie Kitzbühel, Wengen oder Schladming, bei den Frauen gibt es hier noch Aufholbedarf. Ziel wäre es, eine Gesamtwertung mit traditionsreichen Orten wie St. Moritz, Cortina, Garmisch oder Zauchensee zu etablieren. Das gäbe dem Damen-Weltcup zusätzliche Anreize und wäre sowohl für die Athletinnen als auch das Publikum attraktiv.

Für uns heißt es: Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup – auch wenn das nächste Rennwochenende erst 2022 in Zauchensee am Programm steht (wir wechseln uns in der Austragung mit St. Anton am Arlberg ab). Nächstes Jahr veranstalten wir dafür wieder einen Europacup, wir wollen ja in Übung bleiben. :-)

Bis bald im Skiparadies Zauchensee!

Abschließend haben wir noch ein paar Impressionen vom Jubiläumsweltcup in Zauchensee.

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