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Blick auf den See im Sommer in Zauchensee

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06.Aug.2020
Wandern bei großer Hitze
Die ersten Hitzetage des heurigen Sommers haben wir schon hinter uns. Obwohl es auf den Bergen oft angenehmere Temperaturen als im Tal hat, kann es jetzt im August auch bei uns in Zauchensee richtig heiß werden. Aber: Wenn ihr ein paar Tipps beachtet, behaltet ihr auf eurer Wanderung auch bei großer Hitze einen kühlen Kopf. 6 Tipps fürs Wandern bei großer Hitze Tourenplanung. Achtet bei der Wahl eurer Wanderroute darauf, dass diese ausreichend schattige Abschnitte beinhaltet. Im Schutz des Waldes ist es zum Beispiel deutlich kühler als auf unbewachsenen Berggraten. Wenn möglich, wählt eine Tour, bei der ihr an Seen oder Bächen vorbeikommt, in denen ihr euch kurz erfrischen könnt. Plant eure Tour auch so, dass ihr nicht gerade zur Mittagshitze an exponierten Südhängen entlangwandert.   Früh starten. Im Sommer ist es oft schon frühmorgens um 5 Uhr hell genug, um Richtung Berg zu starten. Wer früh startet, kann die angenehmen Temperaturen am Morgen ausnutzen. Das ist nicht nur für den Kreislauf besser: Wenn es ab Mittag so richtig heiß wird, seid ihr schon wieder am Rückweg und könnt am Heimweg noch in einen kühlen Badesee springen.   Sonnenschutz. Tragt schon zuhause Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor auf. Besonders das Gesicht, Lippen und Nase, Ohren, Arme, Schulter und Nacken sind Körperstellen, die ständig der Sonne ausgesetzt sind. Packt euch daher eure Sonnencreme sowie Sonnenschutz für die Lippen auch in euren Wanderrucksack ein, damit ihr zwischendurch „nachschmieren“ könnt. Ein Muss sind außerdem eine Sonnenbrille und eine Kappe/Schirmmütze. Wer sich zulange ungeschützt in der Sonne aufhält, riskiert einen Sonnenstich. Dabei kommt es zu einem Wärmestau im Kopf, der die Hirnhäute reizt. Bemerkbar macht sich dies erst einige Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne, mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Auch Fieber, Schwindel und sogar Bewusstseinsstörungen sind möglich. Einem Betroffenen könnt ihr helfen, indem ihr ihn beruhigt, in eine kühle, abgedunkelte Umgebung bringt und zu trinken gebt. Wenn es mit der Zeit nicht besser wird, bitte einen Arzt aufsuchen oder den Notruf wählen.   Genug Trinken. Idealerweise trinkt ihr schon vor Beginn eurer Wanderung mindestens einen halben Liter Wasser oder Tee. Abhängig von der Länge eurer Wanderung solltet ihr mindestens 2 bis 3 Liter Flüssigkeit mitnehmen - lieber zu viel als zu wenig. Durch Schwitzen verliert der Körper bekanntlich Wasser, das wir umgehend ersetzen müssen. Wenn sich unser Körper im Sommer nicht mehr durch Schwitzen abkühlen kann, besteht die Gefahr, einen Hitzschlag zu erleiden. Anzeichen dafür sind unter anderem warme, trockene Haut, Fieber, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Muskelkrämpfe und Bewusstseinsstörungen. Einem Betroffenen könnt ihr Erste Hilfe leisten, indem ihr ihn aus der Sonne bringt, Abkühlung verschafft (Kleidung öffnen, feuchte Tücher auflegen, Luft zufächeln, in einen kühlen Raum bringen, …), ihm zu Trinken gebt und die Beine hochlagert. Wenn sich sein Zustand nicht schnell bessert, ruft bitte unbedingt den Notruf (144 Rettung, 140 Bergrettung, 112 Euronotruf).   Kleidung. Achtet darauf, bei hohen Temperaturen leichte, luftige Kleidung zu tragen, die idealerweise auch die Arme und Schultern bedeckt (Sonnenbrandgefahr), atmungsaktiv ist und den Schweiß schnell nach außen leitet. Viele Hersteller von Wanderkleidung bieten bereits Textilien mit extra Sonnenschutz an, die euch ideal vor dem UV-Licht schützen.   Wetter beobachten. Gerade im Sommer, wenn große Hitze herrscht, kann es jederzeit zu kleinräumigen Gewittern kommen. Behaltet während eurer Wanderung das Wetter immer im Blick, damit ihr nicht von einem Unwetter überrascht werdet. Wie ihr das Bergwetter „lesen“ könnt und was ihr bei einem plötzlichen Gewitter am Berg macht, erfahrt ihr hier. Tipp: Nach der Wanderung gibt es fast nichts Erfrischenderes als großes Glas mit fruchtigem Apfelsaft oder ein kaltes (alkoholfreies) Bier! Beide Getränke enthalten von Natur aus Elektrolyte, die dem Körper gut tun. Wir kehren dafür gerne auf die Gamskogelhütte ein und lassen uns die kühlen Getränke auf der großen Sonnenterrasse schmecken. :-) Wir freuen uns auf euren Besuch in Zauchensee!
30.Jul.2020
Die schönsten Höhentouren in Zauchensee
Heute wird’s sportlich: Unsere Tipps für euren Familienausflug nach Zauchensee haben wir euch vor Kurzem vorgestellt – jetzt verraten wir euch, welche Bergtouren eure Waden herausfordern und euch mit unvergesslichen Panoramen belohnen. In Zauchensee findet ihr eine Vielfalt an Wanderungen für jeden Anspruch, von der Familienwanderung bis zu Gipfelrundtouren. Einen Überblick findet ihr hier auf unserer Wanderkarte. Wir stellen euch heute Touren vor, die in Bezug auf Länge, Dauer und Kondition etwas anspruchsvoller sind. Sie eignen sich daher eher für erfahrenere Berggeher oder sportliche Wanderer. Los geht’s! Arnoweg von Zauchensee nach Altenmarkt. Der Arnoweg ist ein Weitwanderweg, der auf über 60 Etappen durch das Bundesland Salzburg führt. Er wurde 1998 anlässlich des Jubiläums „1.200 Jahre Erzbistum Salzburg“ gegründet – und ist genau 1.200 Kilometer lang. Etappe 49 beginnt bei der Weltcuparena Zauchensee und führt über einen leicht ansteigenden Wanderweg zur Höchalm. Weiter geht es über den Almsteig bis zum Rosskopf (1.929 m), von wo aus ein aussichtsreicher Höhensteig zum Lackenkogel (2.051 m) führt. Von den Hohen Tauern über die Radstädter Tauern, den charakteristischen Dachstein und die Bischofsmütze bis zum markanten Tennengebirge könnt ihr euch an zahlreichen Bergpanoramen sattsehen. Vom Lackenkogel steigt ihr zu den Lackenalmen ab. Danach führt euch der Arnoweg vorbei an den Berggasthöfen Sattelbauer und Winterbauer nach Altenmarkt. Der Wanderbus bringt euch anschließend wieder zurück zur Weltcuparena Zauchensee. Hier findet ihr alle Infos zu den Stationen und Fahrzeiten. Gehzeit gesamt: 7:30 Stunden Distanz: 22,84 km Aufstieg: 951 hm Tipp: Eine leicht abgeänderte Strecke dieser Etappe ist auch in unserer Wanderkarte als „Lackenkogel-Tour“ abgebildet. Wenn ihr euch Kraft für die Höhenwanderung sparen wollt, könnt ihr auch bequem mit der Gamskogelbahn auf knapp 1.900 m hinauffahren. Die Sesselbahn ist bis voraussichtlich 20. September täglich außer bei Regen von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr in Betrieb.   Alpin-Rundtour Zauchtal. Diese Tour ist ein reizvoller Höhenweg mit traumhaftem Ausblick auf die umgebenden Gebirgszüge und variantenreicher Alpenflora. Ihr startet bei der Weltcuparena Zauchensee und nehmt von dort den Wanderweg zur Höchalm und weiter den Almsteig zum Rosskopf (1.929 m). Hier wählt ihr den nach Süden führenden Weg, der euch vorbei an Hirschköpfl (1.971 m) und Arche (2.060 m) zum Tagweidegg (2.135 m) führt. Anschließend führt ein ansteigender alpiner Steig (Trittsicherheit nötig) zum Schwarzkopf (2.263 m) und zur Steinfeldspitze (2.344 m). Von dort steigt ihr zur Stubhöhe (1.739 m) ab. Danach geht es noch einmal bergauf über den mit Latschen bewachsenen Bergrücken zum Strimskogel (2.139 m). Nachdem ihr euch ins Gipfelbuch eingetragen habt, steigt ihr zur Strimsalm ab und gelangt über einen Wanderweg zurück zur Weltcuparena Zauchensee. Gehzeit gesamt: 7:30 Stunden Distanz: 21,16 km Aufstieg: 1.711 hm   Zauchi’s 4-Gipfel-Tour. Bei dieser Tour folgt ein Traumpanorama aufs nächste! Ihr startet von der Gamskogelhütte aus (erreichbar mit der Gamskogelbahn oder den Wanderweg von der Weltcuparena aus) und wandert über die Seekarscharte zur Arche (2.060 m) und zurück zum Seekarsattel. Der Weg führt euch weiter zum Tagweidegg (2.135 m) und zum Schwarzkopf (2.263 m). Für diesen Wegabschnitt solltet ihr geübte Wanderer und trittsicher sein. Der vierte Gipfel eurer Rundtour ist der Gamskogel (2.186 m), von wo aus im Winter die Ski-Weltcuprennen starten. Von hier aus führt der Weg weiter zur Gamskogelhütte, die mit ihrer gemütlichen Sonnenterrasse zum Einkehrschwung einlädt. Eine genaue Streckenbeschreibung und alle Infos zum Stempelpass für die 4-Gipfel-Tour findet ihr hier. Gehzeit gesamt: 4:30 Stunden Distanz: 18 km Aufstieg: 913 hm Tipp: Vor allem auf Höhenwegen gibt es unterwegs beschränkte Einkehrmöglichkeiten. Packt euch daher ausreichend Getränke und Proviant für eure Wanderung ein. Wie ihr eure ideale Wanderjause zusammenstellen könnt, gibt es hier zum Nachlesen: Die richtige Wanderjause für eure Bergtour Also, rein in eure Wanderschuhe und rauf auf den Berg! Wir freuen uns auf euren Besuch in Zauchensee!  
23.Jul.2020
Das Bergwetter verstehen
Im Gebirge kann das Wetter jederzeit umschlagen: Wer morgens bei strahlendem Sonnenschein die Wanderung beginnt, kann vor allem im Sommer schon mittags von einem Gewitter überrascht werden. Wir verraten euch, wie ihr frühzeitig die Zeichen für einen Wetterwechsel erkennen könnt und wie ihr euch bei einem plötzlichen Gewitter richtig verhaltet. Gleich vorweg: Auch beim schönsten Wetter solltet ihr immer einen Regenschutz auf eurer Wanderung dabeihaben. Moderne Regenjacken sind aus speziellem Funktionsmaterial gefertigt, brauchen zusammengelegt kaum Platz und sind sehr leicht. Sie passen daher problemlos in jeden Wanderrucksack. Vor eurer Tour: Wettervorhersage checken Dank Internet und Smartphone-Apps sind tages- oder stundenaktuelle Wetterprognosen jederzeit mit wenigen Klicks für jeden abrufbar. Vorhersagen, die über drei Tage hinausgehen, solltet ihr prinzipiell mit Vorsicht behandeln: Gerade im Sommer können sich jederzeit und überall lokale Gewitter bilden. In Österreich ist die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) wohl die genauste Adresse für Wetterwarnungen, das Bergwetter und Wetterprognosen für ganz Österreich. Idealerweise informiert ihr euch am Vorabend über die Wetteraussichten in eurem Wandergebiet und schaut euch in der Früh vor eurem Aufbruch die Tagesvorhersage noch einmal an. Aktuelle Wetterprognosen samt Webcams für den Live-Blick in das Wandergebiet Zauchensee findet ihr hier auf unserer Website. So erkennt ihr frühzeitig schlechtes Wetter Luftdruck. Bei schönem Wetter herrscht hoher bzw. steigender Luftdruck, bei schlechtem Wetter niederer bzw. fallender. Merkt ihr unterwegs, dass der Luftdruck schnell fällt, ist das ein Zeichen für einen baldigen Wetterumschwung. Den Luftdruck könnt ihr zum Beispiel über eure Armbanduhr messen. Viele Sportuhren haben einen integrierten Höhenmesser. Der funktioniert in der Regel über einen Barometer, der den Luftdruck am Standort misst und darüber die wahrscheinliche Höhe errechnet. Dabei gilt: Mit zunehmender Höhe nimmt der Luftdruck ab. Wenn ihr euch also eine Zeitlang auf gleichbleibendem Höhenniveau bewegt, die angezeigte Höhenangabe aber steigt, bedeutet das fallenden Luftdruck. Wind. Ost- oder Nordwinde bringen gewöhnlich stabiles Schönwetter, West- oder Südwestwinde eher wechselhaftes oder regnerisches Wetter. Wenn ihr aus Höhlen oder Schächten einen kalten Luftzug bemerkt, ist das ein weiterer Indikator für eine Wetterverschlechterung. Bei Tiefdrucklage steigt die kalte, feuchte Luft aus dem Inneren von Höhlen nach oben und zieht als Wind aus der Höhle hinaus. Dasselbe gilt für Morgennebel: Bleibt er den ganzen Tag im Tal hängen, herrscht hoher Luftdruck, weshalb die feuchte Luft nicht aufsteigen kann. Wenn der Morgennebel bei einer Tiefdrucklage aber aufsteigt, können sich in höheren Luftschichten Wolken bilden, die wiederum Regen bringen. Wolken. Nicht alle Wolken bedeuten Regen oder Gewitter. Wenn ihr am Morgen einen Dunstring („Halo“) um die Sonne seht oder in der Nacht der Mond davon umkränzt ist, bedeutet das eine Wetterverschlechterung in ein bis zwei Tagen. Bemerkt ihr, dass die Sonne blass hinter großflächigen Schichtwolken (Altostratus-Wolken) durchscheint, behaltet ihr den Himmel besser im Blick. Diese Wolken können binnen Stunden immer dichter werden, bis die Sonne gar nicht mehr sichtbar ist. Wenn sich darunter auch noch Haufenwolken (Cumulus-Wolken) bilden, beginnt es in wenigen Stunden zu regnen. Türmen sich im Lauf eines schwülen Sommertages ambossförmige Wolken auf (können auch wie ein Pilz oder Blumenkohl aussehen), zieht ein Gewitter auf. Tiere und Pflanzen. Wenn Schwalben niedrig fliegen oder Fische häufiger aus dem Wasser springen, wird das Wetter schlechter. Der Grund dafür ist einfach: Ihre Nahrungsquelle sind Insekten, die bei Tiefdruck niedrig fliegen. Wenn Bienen in der Nähe ihres Stockes bleiben, Regenwürmer aus der Erde kommen, viele Nacktschnecken zu sehen sind und Spinnen kein Netz weben, steht Regen an. Kühe bewegen sich auf niedrig gelegene Weideplätze und Rehe verlassen den schützenden Wald nicht mehr, wenn es bald zu regnen beginnt. Auch Pflanzen bereiten sich frühzeitig auf Schlechtwetter vor: Tannenzapfen schließen ihre Schuppen, Blumen ihre Blüten. Wenn ihr bemerkt, dass Bäume und Blumen einen besonders intensiven Duft verströmen, ist schlechtes Wetter im Anmarsch. Gewitter ist nicht gleich Gewitter Es gibt zwei Arten von Gewittern, das Frontgewitter und das Wärmegewitter. Der erste Gewittertyp geht mit einer Kaltfront und eventuell einem Wettersturz einher. Frontgewitter sind großräumig, treten unabhängig von der Tages- und Jahreszeit auf und sind gut vorhersagbar. Wird ein solches Gewitter von den Meteorologen vorhergesagt, solltet ihr an diesem Tag auf Bergtouren verzichten. Wärmegewitter treten vor allem im Sommer während Schönwetterperioden auf. Sie lassen sich über Beobachtung der Wolken gut vorhersagen: Wachsen kleine Haufenwolken zu immer größeren Wolkentürmen (Ambossform) an, müsst ihr schnell Schutz suchen. Ein Wärmegewitter ist zeitlich und örtlich begrenzt. Es kann sehr heftig ausfallen, bedeutet aber keine längere Schlechtwetterperiode. So schützt ihr euch bei einem Gewitter am Berg Wenn ihr euch in der Nähe von Schutz- oder Berghütten befindet, sucht sie bitte umgehend auf und wartet das Gewitter ab. Der Himmel klart nach einem Wärmegewitter schnell wieder auf und ihr könnt eure Wanderung fortsetzen. In Zauchensee hat zum Beispiel die Gamskogelhütte täglich bis voraussichtlich 20. September geöffnet (außer es regnet schon am Morgen, dann bleibt sie geschlossen). Bemerkt ihr während des Aufstiegs zunehmende Zeichen für eine Wetterverschlechterung, ist es ratsam, die Tour abzubrechen und lieber früher wieder ins Tal abzusteigen. Überrascht euch das Gewitter an einer exponierten Stelle wie am Grat oder Bergrücken, auf einer Erhebung oder beim Gipfelkreuz, verlasst diese Plätze so schnell wie möglich. Meidet auch alleinstehende Bäume oder Masten, drahtseilversicherte Passagen und Wasserläufe – sie ziehen Blitze an. Sucht stattdessen Schutz in Mulden und weniger ausgesetztem Gelände. Befindet ihr euch auf offenen Flächen wie Almwiesen oder Hochebenen, hockt euch mit geschlossenen Beinen in Kauerstellung auf eine isolierende Unterlage, zum Beispiel euren Rucksack oder eine Isomatte. Wenn ihr in einer Gruppe unterwegs seid, haltet bitte Abstand zueinander. So bildet ihr keine große Erhebung und schützt euch vor Blitzen. Sollte es doch zu einem Blitzschlag kommen, vermeidet ihr außerdem, dass der Blitz auf andere überschlägt und ihr könnt anschließend dem Betroffenen Hilfe leisten. Mit diesen Tipps seid ihr auf das Bergwetter gut vorbereitet. Wir freuen uns auf eine schöne Wandersaison mit euch in Zauchensee!
16.Jul.2020
Die richtige Wanderjause für eure Bergtour
Wir müssen gestehen: Am besten schmeckt uns meistens die Jause, die wir nach einem anstrengenden Aufstieg am Gipfel auspacken und genießen. Auch die zünftige Brettljause auf der Berghütte oder ein dampfender Kaiserschmarrn als Belohnung nach der Wanderung sind unwiderstehlich. Soviel Genuss muss sein! Da wir auch auf eine gesunde Ernährung achten, haben wir Tipps zur idealen Wanderverpflegung zusammengestellt. Ein voller Bauch macht müde – Unterzuckerung und zu wenig Trinken auch. Wie bei allem im Leben kommt es auch beim Wanderproviant auf Ausgewogenheit an. Wir haben 3 Tipps für die richtige Verpflegung am Berg zusammengestellt: 1. Ausreichend Trinken! Der Körper eines Erwachsenen besteht zu rund 65 Prozent aus Wasser. Wenn wir uns beim Wandern anstrengen oder warmen Temperaturen ausgesetzt sind, möchte sich unser Körper abkühlen: Wir schwitzen. Wichtig ist, die dabei verlorene Flüssigkeit rasch wieder zu ersetzen. Denn ohne ausreichende Wasserzufuhr kann unser Körper lebenswichtige Stoffwechselfunktionen nicht mehr aufrechterhalten. Die Folgen: Unsere Denkleistung sinkt, die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit können auftreten. Die Gefahr, einen falschen Schritt zu machen oder Situationen falsch einzuschätzen, steigt. Vor allem am Berg kann das dramatische Folgen haben. Daher: Habt immer genug zu Trinken dabei. Je nach Temperatur, Anstrengung und Länge der Tour empfehlen wir pro Person mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte. 2. Öfters kleinere Portionen essen Um den Muskeln unterwegs immer wieder Brennstoff nachzuliefern, ist es ideal, schnell verdauliche Snacks dabei zu haben. Damit der Magen nicht überlastet wird, ersetzt ihr eine große Brotzeit besser durch mehrere kleine Häppchen. Lieber macht ihr öfter kurz Halt, um einen Snack zu essen, als eine lange Pause, die euren Körper herunterfahren lässt. Tipp: Wiederverschließbare Frischhaltebeutel, Alu- oder Tupperdosen und wiederverwendbare Getränkeflaschen helfen, Snacks handlich und hygienisch verpackt mitzunehmen. Bitte achtet bewusst darauf, Obstschalen, Taschentücher, leere Verpackungen, PET-Flachen oder Getränkedosen wieder einzupacken und später zu entsorgen. Hier erfahrt ihr mehr über nachhaltiges Wandern. 3. Kohlenhydrate erwünscht Was sind nun ideale Snacks für eine Bergtour? Für kurze Wanderungen sind Obst, Müsliriegel, Trockenfrüchte, Studentenfutter oder eine nach eurem persönlichen Geschmack zusammengestellte Nussmischung ausreichend. Für Wanderungen mit mehr als drei Stunden Gehzeit ist mehr, vor allem kohlehydratreicher Proviant empfehlenswert – als Ergänzung zu den erwähnten Snacks zum Beispiel ein Vollkornbrot mit Frischkäse oder ein Kornspitz mit Käsescheiben oder magerem Schinken. Zusätzlich sorgen Gemüsesticks (Karotten, Gurken, Kohlrabi, Radieschen, Paprika …) mit einem leckeren Dip wie selbstgemachtem Kräutertopfen oder Hummus für Abwechslung. Tipp: Während der Tour lieber nichts zu Deftiges essen, damit euer Körper nicht zusätzlich Energie für die Verdauung aufwenden muss. Nach der Wanderung: Energiespeicher wiederaufladen Nach der Anstrengung ist es wichtig, verbrauchte Reserven zu ersetzen und den Körper bei der Regeneration zu unterstützen. Ideal ist es, in den ersten 20 bis 40 Minuten nach der Bergtour etwas zu essen und zu trinken. Ganz ehrlich: Selten schmecken ein großes Glas mit kühlem, fruchtigem Apfelsaft oder ein alkoholfreies Weißbier besser als nach einer Wanderung – vor allem, wenn ihr dabei auf der großen Terrasse der Gamskogelhütte die Sonne genießt. Eure Energiespeicher könnt ihr jetzt mit einer Zaucher Jause (Aufstrich, Gemüsechutney, Rindfleischsalat, Speck, Käse und Bauernbrot) oder einem Linseneintopf mit Gemüse, Würstel und Bauernbrot wiederauffüllen. Salat-Tiger haben unter anderem die Wahl zwischen einem frischen Salat mit gegrillten Hühnerstreifen oder Schafkäse im Speckmantel oder einem Pongauer Bauernsalat mit gerösteten Kartoffeln und Speck. Wenn ihr es lieber süß mögt, werdet ihr den frischen Kaiserschmarrn oder den hausgemachten Topfenstrudel lieben! Mehr über die Schmankerl auf der Gamskogelhütte findet ihr hier. Prost – Mahlzeit und bis bald in Zauchensee!
09.Jul.2020
Yoga am Berg: Entspannen und Krafttanken auf knapp 2.000 m Seehöhe
Durchatmen, Loslassen, zu sich Finden: Beim Yoga geht es vor allem darum, den Stress und die Einflüsse des Alltags bewusst auszublenden und den Blick wieder nach innen zu richten. In Zauchensee finden jeden Mittwoch im Juli und August bei trockenem Wetter Yogakurse am Berg statt. Wir haben mit der Yoga-Lehrerin Carina Breitfuß über das Besondere beim „Yoga am Berg“ gesprochen. Der glitzernd-blaue Seekarsee, die imposante Kulisse der Radstädter Tauern und die klare, nach Bergkräutern duftende Luft machen Yoga am Berg zu einer ganz besonderen Erfahrung. Die Kurse werden von erfahrenen Yoginis (Yogini = weibliche Yogi, Yoga-Praktizierende) wie Carina Breitfuß geleitet. Carina erzählt uns heute von ihren Erfahrungen als Yogini – und warum sie durch Yoga ein anderer Mensch geworden ist. Carina, erzählst du ein bisschen mehr über „Yoga am Berg“? Die Kurse finden jeden Mittwoch im Juli und August bei trockenem Wetter statt. Wir treffen uns um 8:45 Uhr in der Weltcuparena und fahren gemeinsam mit der Gamskogelbahn auf den Berg hinauf. Bei Bedarf kann sich jeder Teilnehmer eine Yogamatte und Decke in der Weltcuparena ausleihen. Nach einem kurzen Spaziergang von der Bergstation der Bahn zum Seekarsee beginnt um ca. 9:30 Uhr unsere Yogaeinheit, die bis ca. 11 Uhr dauert. Im Anschluss gehen wir gemeinsam auf die Gamskogelhütte, wo uns eine Vitaljause zur Stärkung erwartet. Wer will, kann danach mit der Sesselbahn wieder ins Tal fahren oder zu einer Wanderung aufbrechen. Von der Gamskogelhütte aus starten ein paar wunderschöne Bergtouren mit unterschiedlicher Länge und verschiedenen Schwierigkeitsgraden.  Besonders nett finde ich, dass sich die Teilnehmer und ich schon beim Hochfahren mit der Gamskogelbahn kennenlernen. Auch bei der gemeinsamen Einkehr auf der Gamskogelhütte kommen wir untereinander immer ins Gespräch. Wir tauschen uns vor allem über unsere Erfahrungen beim „Yoga am Berg“ aus und teilen unsere Erlebnisse mit Yoga generell. Man lernt dabei sehr interessante Menschen kennen! Was bedeutet Yoga für dich? Vor allem sich selber zu spüren. Gerade in der heutigen Welt mit Social Media, Stress und vielen äußeren Ablenkungen ist es wichtig, zu seinen Wurzeln zu finden und auf den Körper zu hören. Yoga hilft dabei, weniger zu denken und mehr zu spüren. Seit wann machst du Yoga und wie bist du dazu gekommen? Ich praktiziere Yoga seit sieben Jahren. Meine Schwester hat mich damals gefragt, ob ich mit ihr einen Kurs besuche. Ich wusste zu dem Zeitpunkt kaum über Yoga Bescheid und dachte, es geht vor allem um Dehnungsübungen und darum, beweglicher zu werden. Da ich prinzipiell ein sehr offener Mensch bin, habe ich es einfach ausprobiert und schnell entdeckt, dass das Körperliche nur eine Seite vom Yoga ist. Vor allem geht es darum, zu sich finden, zur Ruhe kommen und ums Meditieren. Zu lernen, nicht nur auf der Yoga-Matte, sondern auch im Alltag wenn es stressig ist, tief durchzuatmen und bei sich zu bleiben. Yoga ist eine Lebenseinstellung: Seit ich Yoga mache, fühlt sich mein Körper besser an und ich bin ruhiger und viel geduldiger geworden. Seit wann bist du Yoga-Lehrerin? Ich habe 2018 meine Ausbildung in Salzburg abgeschlossen und bin seither zertifizierte Yoga-Lehrerin. Welche Arten von Yoga unterrichtest du? Ich habe mich auf das bekannte Hatha Yoga spezialisiert, das ich auch beim Yoga am Berg praktiziere. Mein Ziel ist, dass die Kursteilnehmer über Asanas, also Körperübungen, zur Entspannung und inneren Einkehr gelangen. Meine Kurse sind entsprechend aufgebaut: Wir beginnen zum Ankommen mit einer Anfangsmeditation und starten mit leichten Aufwärmübungen, bevor die Asanas oder Flows (Kombination einzelner Asanas) beginnen. Das Ende bildet eine Phase der Entspannung, bei der unsere Aufmerksamkeit in unser Inneres gerichtet wird. Was ist das Besondere beim Yoga in der freien Natur? Das wirklich Besondere ist die Verbundenheit zur Natur: Das bewusste und intensive Spüren von Wind und Sonne auf der Haut oder der Wiese unter den Füßen. Wir fahren in der Früh, wenn noch nichts los ist, mit der Gamskogelbahn auf den Berg. Schon dabei kann man entschleunigen, die Aussicht genießen, das Zwitschern der Vögel hören. Beim Berggehen geht es heutzutage oft nur noch um die Zeit, die man bis auf den Gipfel braucht. Beim Yoga erlebt man den Berg und sich selbst ganz anders: Es geht um Achtsamkeit, bewusstes Spüren, bewusst die Aufmerksamkeit zu fokussieren. Üblicherweise sitze ich beim Yoga im Zimmer auf der Yogamatte und habe keine Ablenkung. In der freien Natur aber nehme ich meine Umgebung wahr, sei es das Rauschen des Windes, die Stimmen von Wanderern oder sonstiges. Dennoch lerne ich, mich auf mich selbst zu konzentrieren, auf meinen Körper, meine Atmung, meine Gedanken. Die Umwelt wird zunehmend zur Hintergrundmusik. Das ist auch ein wertvolles Rüstzeug für den Alltag: Wenn es stressig ist, nehme ich mir einen Moment für mich und entspanne mit einem tiefen Atemzug. Ist Yoga für jeden geeignet? Ja. Beim Yoga gibt es kein zu jung, zu alt, zu unbeweglich. Mein Motto ist: Wenn du atmen kannst, kannst du auch Yoga machen. Die Art und Weise bleibt jedem selbst überlassen. Die einen starten erst mit sportlicheren Übungen und entspannen danach, die anderen starten gleich ganz entspannt. Yoga bietet viele Möglichkeiten. Was muss ich als Anfänger beachten? Das wichtigste Prinzip von Yoga ist Ahimsa, das Nicht-Verletzen. Weder sich selbst noch andere. Yoga kommt aus Indien und damit aus einem Kulturkreis, in dem die Leute anders beweglich sind als wir Westeuropäer. Bezogen auf jede Asana bedeutet das: Sobald es weh tut, gehe ich sofort aus der Übung heraus. Beim Yoga geht es darum, sich gut zu fühlen, nicht darum, sich möglichst stark zu verbiegen. Übungen gehören dazu, aber der Sinn ist Meditation. Die Körperübungen sind dafür die Vorbereitung. Die Grundregel ist: Ich muss immer in mich hineinspüren, wie mir etwas taugt. Brauche ich Vorkenntnisse für das Yoga am Berg? Überhaupt nicht, die Kurse sind für jeden geeignet. Können auch Kinder an den Kursen teilnehmen? Prinzipiell ja. Ein Kurs dauert 60 bis 90 Minuten, ein Kind sollte sich für diese Dauer konzentrieren können. Liebe Carina, wir danken dir für das Gespräch und wünschen dir viel Freude mit deinen „Yoga am Berg“-Kursen in Zauchensee! Weitere Informationen über „Yoga am Berg“ findet ihr hier. Über Carina Breitfuß: Carina ist 26 Jahre alt und arbeitet im Tourismusverband St. Johann. In ihrer Freizeit ist sie viel in den Bergen unterwegs, geht Klettern und Wandern. Beim Sport und in der Arbeit powert sich Carina gerne aus – Yoga hilft ihr dabei, die Seele wiederaufzuladen. Mehr über Carina erfahrt ihr auf ihrer Website: yogini-carina.at  
02.Jul.2020
Familien-Wanderspaß in Zauchensee
Die Wandersaison in Zauchensee ist in vollem Gange: Unsere Gamskogelbahn und die Gamskogelhütte sind bereits in den Sommerbetrieb gestartet und alle Wanderwege sind vollständig begehbar. Jetzt ist die schönste Zeit, um mit der ganzen Familie die Berge zu erobern! Mit Kindern zu wandern und mit ihnen die Natur, die Tiere und die einzigartige Landschaft der Alpen zu entdecken, ist ein ganz besonderes Erlebnis. In Zauchensee könnt ihr zusätzliche Highlights entdecken: den tierischen Abenteuerspielplatz bei der Gamskogelhütte, einen „kuhlen“ Geschicklichkeits- und Quiz-Parcours, den lustigen Bummelzug Zauchi und vieles mehr. So wird der Ausflug in die Berge garantiert zum Vergnügen für die ganze Familie. „Kuhler“ Wanderweg zum Seekarsee Mit reichlich Abwechslung fällt das Wandern auch kleineren Kindern leichter und macht viel mehr Spaß! Von der Gamskogelhütte aus führt eine ca. 30-minütige Wanderung über die Seekarmeile zum glitzernden Seekarsee. Entlang der Seekarmeile befinden sich verschiedene Stationen, die für abwechslungsreiche Pausen während des Weges sorgen. An den einzelnen Stationen geht es um Geschicklichkeit, Spaß und spielerisches Rätselraten rund um Kühe und Almwirtschaft. Tipp: Während der Hauptferienzeit im Sommer fährt bei trockenem Wetter täglich Zauchis Bummelzug von der Gamskogelhütte zum Seekarsee und wieder retour. Eine Fahrt in dem bunten Bummelzug ist für Groß und Klein ein Erlebnis! Weltcup der Tiere Die Berge, der Wald und die Natur bieten tausenderlei Ideen für aufgeweckte Kinder: Es gibt Felsen und Bäume zum Klettern (bitte immer mit Aufsicht!) und den Wasserspielplatz vor der Gamskogelhütte. Ihr könnt die verschiedensten Tiere der Alpen beobachten und vereinzelte Schneeflecken laden zur Schneeballschlacht ein – im Sommer ein herrlich erfrischendes Vergnügen! Für noch mehr Action sorgt der Abenteuerspielplatz „Weltcup der Tiere“ bei der Gamskogelhütte. Hier können sich die jungen Besucher mit tierischen Höchstleistungen messen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Honigbiene mit bis zu 25 km/h über die Wiesen fliegen kann? Wie sich das anfühlt, können Kinder an der Seilrutsche nacherleben. Mit Meister Lampe können sich eure kleinen Abenteurer an der Hoch- und Weitsprunganlage messen und an der Kletterstation flink wie Eichhörnchen ihr Geschick zeigen. Tipps für den Familienausflug in die Berge Damit eine Wanderung zum Vergnügen für Groß und klein wird, ist es hilfreich, ein paar Vorbereitungen zu treffen und einige Dinge zu beachten. Unsere besten Wandertipps für Familien haben wir hier für euch zusammengestellt: Wandern mit Kindern Beim gemeinsamen Ausflug in die Berge könnt ihr als Eltern euren Kindern einfach und spielerisch das Bewusstsein für den respektvollen Umgang mit der Natur näherbringen. Unsere Berge sind ein wichtiger Erholungs- und Freizeitraum für uns Menschen: Sie geben uns reichlich Platz für Bewegung, Sport und Abenteuer, liefern uns heilende Pflanzen, köstliche Pilze und frische Kräuter und sind der Ursprung von wertvollen Rohstoffen, glasklarem Wasser und sauberer Luft. Die Berge sind aber auch Lebensraum für verschiedene Wildtiere wie Hasen, Murmeltiere, Gämsen oder Greifvögel und für Weidetiere, die in jahrhundertealter Tradition von den Bauern im Sommer auf die Almen gebracht werden. Uns liegt ein entspanntes und sicheres Miteinander von Mensch und Tier am Herzen. Daher erinnern wir immer wieder an die Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidevieh. In diesem Sommer gibt es darüber hinaus aufgrund der besonderen Umstände ein paar weitere Maßnahmen zu beachten, damit wir alle gesund die Berge genießen können. Alle Corona-Schutzmaßnahmen findet ihr hier stets aktuell im Überblick. Auf einen schönen Bergsommer mit der ganzen Familie in Zauchensee!
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